Comici in der großen Zinne

Comici in der großen Zinne

Bei der Comici in der großen Zinne Nordwand  handelt es sich  wohl um die bekannteste Route der Dolomiten. Diese Linie, welche bereits Anfang der 30-iger Jahre durch Emilio Comici erstbegangen wurde, stellt definitiv einen Markstein der Kletterentwicklung in den Dolomiten dar und reizte mich aufgrund deren historischen Bedeutsamkeit besonders.

Einstieg an einem Montag bei bestem Wetter und hochsommerlichen Temperaturen.
Die Annahme, am Einstieg bereits mehrere Seilschaften vor sich zu haben, bewahrheitete sich erstaunlicherweise bzw. zum Glück nicht! Kaum zu glauben, jedoch waren wir die erste und zugleich einzige Seilschaft an diesem Tag, welche in die Comici einstieg.

Die Route war (bis auf die wie immer nassen Ausstiegsrisse) durchgehend trocken, die Felsqualität bombastisch, und Kombination aus Platten, Rissen und Verschneidungen einfach gewaltig.
Schon des Öfteren bekam ich zu hören, dass die Comici total abgespeckt und schmierig sei. Dies kann ich jedoch keineswegs behaupten: die Griffe und Tritte sind perfekt ausgeputzt und keinesfalls speckig oder dergleichen.
Fazit: Der Klassiker des 6ten Grades schlechthin, definitiv eine Wiederholung wert!

Facts Comici in der großen Zinne:

  • UIAA: 7 (6 obl.)
    (eine Seillänge, Ausdauerproblem), Stellen VIII und VIII-, anhaltende Passagen im 7. Grad – nur obenraus ein wenig leichter, dafür steckt dort aber kaum noch etwas)
  • Wandhöhe: 500m
  • Exposition: Nord
  • Erstbegehung durch Emilio Comici und Guiseppe und Angelo Dimai; 19331. Winterbegehung 1938 Fritz Kasparek, Sepp Brunnhuber1. Solobegehung 1937 Emilio Comici
  • alpiner Charakter, Stände und Zwischensicherungen von unterschiedlichster Hakenqualität
  • Ausrüstung: 15-18 Expressschlingen
  • Einstieg: E. am Vorbau, nicht zu verfehlen.

TOPO: Topo

Literatur: Dolomiten vertikal – Band Nord 4. Auflg.

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berühmter Quergang in der 2.SL (7)

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