Nikibi

Nikibi

Falls ihr auf der Suche nach einer gut abgesicherten Plaisirroute, mit kurzem Zu- und Abstieg und moderater Schwierigkeit seid, kann ich euch die Nikibi am Torrione Marcella nur wärmstens empfehlen. Die Felsqualität ist einwandfrei, der Zu- bzw. Abstieg bequem und der Routenname angeschrieben.

Der Torrione Marcella befindet sich in der Region Cortina d´Ampezzo, genauer gesagt, am Passo Giau.
Wir konnten unseren VW-Bus  problemlos am Parkplatz ( 6 km von Cortina in Richtung Passo Giau entfernt) direkt vor dem Torrione Marcella abstellen (wo wir folglich auch über Nacht campierten).

Nach einem ca. 30 minütigem Zustieg erreichten wir bereits den  Einstieg zur Nikibi. Die Routen verläuft in gerader Linie im linken Teil des Westpfeilers und oben an der Nordwestkante.

1.SL: 5a, 40 Meter: Nach einem kurzen Aufschwung folgt man leichterem Gelände (4) gerade zum Standplatz.
2.SL: 2, 20 Meter
3.SL: 6+, 30 Meter
4.SL: 6+, 35 Meter: rechts über Überhang und anschließend gerade hoch
5.SL: 5+, 30 Meter: schräg nach rechts und über Platte zur roten Wand
6.SL: 7+ (6A0), 30 Meter:  in der Crux geht es zuerst rechts, und anschließend gerade übe eine senkrechte, technische Platte zum Standplatz. Wirklich elegante und lohnende Seillänge, welche      zudem perfekt abgesichert ist.
7.SL: 6+, 40 Meter: Eine weitere Platte zu einer kleinen Nische, vorbei an der Nische und rechts zum Standplatz
8.SL: 6+, 40 Meter: schräg nach rechts
9.SL: Gehgelände zum Gipfel

 

Facts Nikibi Torrione Marcella:

  • UIAA: 7+ (6A0)
  • Exposition: West
  • Kletterlänge: 280 Meter
  • Wandhöhe: 220 Meter
  • Erstbegeher: Mario Dibona, Gretchen Alexander im Juni 2002
  • Material: 12 Expressen, Halbseile für Abseilen
  • Absicherung: E1+
  • Zustieg: Von Cortina zweigt man von der Falzarego-Passstraße in Pocol links ab in Richtung Passo Giau. Bei Kilometer 6 befindet sich links ein Parkplatz, von dem man bereits schön den Torrione Marcella sieht. Vom Parkplatz beginnt ein Weglein (anfangs undeutlich) waagrecht über die Wiese. Nun führt der jetzt gut ausgetretene und mit Steinmännern markierte Weg mehrere Bachbetten querend durch schönen lichten Lärchenwald auf die Wand zu. Auch wer schon fast nicht mehr daran geglaubt hat, aber im letzten Steilhang hinauf zum Wandfuß muss man sich dann doch noch ein wenig anstrengen. 45 Minuten vom Parkplatz.
  • Abstieg: Abseiler über die Route oder vom Aufstieg über Verbindungsgrat nach Osten auf Hochplateau und von hier über die Wiese nach links abwärts (15-20 Minuten vom Gipfel zum Einstieg

 

Schlüsselseillänge (7+)

Ausblick vom Gipfelplateau

 

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