Dülfer-Totenkirchl

Dülfer-Totenkirchl

Dülfer-Totenkirchl: Dieser Klassiker in der Westwand der Totenkirchl  ist ein wahres Schmankerl im Koasa, welches sich im 6. Schwierigkeitsgrad bewegt. Charakteristisch für die Dülfer steht der berühmte sowie sehr fotogene „Nasenquergang“

Start um 07:00 am Parkplatz der Griesneralm. Aufgrund den prognostizierten Tages-Höchstwerten von 38 Grad legten wir den Turbo ein und erreichten bereits nach 40 Minuten das Stripsenjochhaus, wo  wir unser Rucksackdepot anlegten. Von dort gehts weiter zur Westwand des Totenkirchl.

Die Route selbst beginnt am Fuß der Winklerschlucht, die man auch im Sommer nur durch die Randspalte eines extrem dreckigen Firnfeldes erreicht. Durch die Schlucht ging’s dann schnell und seilfrei (nur Gelände bis 3) aufwärts. An der Stelle, an der sich die Schlucht endgültig nach oben hin verengt, beginnt die erste Seillänge mit zwei Klebehaken, welche diese Engstelle links umgeht. Dann befindet man sich bereits im unteren, noch flachen Teil der Wand.
Die ersten 4 Seillängen fbewegen sich im vierten Schwierigkeitsgrad, weshalb wir diese am laufenden Seil zügig durchklettern konnten. Anschließend erreicht man die erste SL im 6. Schwierigkeitsgrad, welche zuerst leicht bergab und anschließend wieder bergauf führt. Es folgen 2 Längen im 5. und 4. Schwierigkeitsgrad.

Nach diesen beiden leichteren Längen folgt auch schon das auch schon das Highlight der Dülfer: der Nasenquergang, welcher sogleich die Crux darstellt.

Vom Stand quert man etwa 10 Meter nach links, und klettert anschließend über die „Nase“ direkt nach oben über große Henkel zum nachfolgenden Standplatz.

Es folgt ein fünfer und anschließend eine Länge im 6. Schwierigkeitsgrad, welche man zuerst zehn Meter bergauf, dann zwei Meter nach links und dann zehn Meter bergab, um anschlließend nach einer kurzen Linkstraverse wieder fast auf Augenhöhe des Sicherungsmannes ist, nur weiter links…

Es folgen 4 Längen in zick-zack- Führung im 4. Schwierigkeitsgrad, wobei die letzte zur Ausstiegsschlucht führt, über welche man zum Gipfel des Totenkirchl aussteigt.

Fazit: Absolut lohnende Route am Totenkirchl wobei der Andrang aufgrund der Berühmtheit dieser Linie eher hoch einzustufen ist. Früh einsteigen!!

 

Facts Dülfer-Totenkirchl

  • UIAA: 6+
  • Kletterlänge: 600m, 18 SL
  • Exposition: West
  • Erstbegehung: Hans Dülfer, Willi von Redwitz 1913, erste freie Begehung durch Hermann Buhl
  • Material: 14 Expressen
  • Charakter: alpiner Klassiker, welcher mittlerweile perfekt mittels Klebehaken saniert ist
  • Talort: Kaiserbachtal 1 (Parkplatz Griesner-Alm)
  • Zustieg: Vom Parkplatz der Griesner Alm in einer Stunde bis eineinhalb Stunden zum Stripsenjochhaus (großer Wanderweg, beschildert). Von dort den Weg einschlagen, der wieder bergab in Richtung Westen führt (nicht den kleinen Weg, der direkt zur Wand zu führen scheint!). Dort zehn Minuten bergab, bis bei einem Schild links ein schmaler Weg abzweigt. Diesem folgt man über kurze Drahtseilstellen und eine nach unten führende Eisenleiter hinweg bis in ein steiniges Kar. Der Einstieg befindet sich links am Fuß einer markanten Schlucht (Winklerschlucht) bei einem Firnfeld.
  • Abstieg: Vom Gipfel des Totenkirchls in Richtung Norden über abgespeckte Griffe den Gipfelaufbau abklettern (Stellen 3), bis man in fünf Minuten auf eingroßes, grasbewachsenes Plateau gelangt. Dieses ist bereits vom Gipfel zu sehen. Zur Orientierung: Auf diesem Plateau befinden sich mehrere Metallkisten der Bergwacht, eine provisorische Heli-Landestelle und einige große Markierungspfeile. Von diesem Plateau steigt man nun über den “Führerweg” immer in Richtung Norden ab, wobei man das Stripsenjochhaus (leider) immer im Blick hat… Der Führerweg ist sehr gut mit Punkten und Pfeilen markiert und bietet eigentlich alle Aspekte eines alpinen Abstiegs: Grasige Rinnen, Schotter, Rinnen und Kanime zum Abklettern und einige (ebenfalls markierte) Abseilstellen an Ringhaken. Diese Abseilstellen müssen von erfahrenen Alpinisten meist nicht benutzt werden, da sie mit Abklettern wahrscheinlich schneller sind. An einigen Stellen empfiehlt es sich jedoch, das Seil nochmal auszupacken und abzuseilen. Vom Ende des Führerwegs erreicht man über Latschenfelder in zehn Minuten das Stripsenjoch.

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Nasenquergang in der 9.SL

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