Non solo Pane

Non solo Pane

 

Bei der Non solo Pane handelt es sich für mich persönlich um die wohl schönste

und lohnendste Route am ersten Pfeiler des Monte Casale.
Bereits im Zuge meiner ersten Arco-Trips stach mir das massive, gelbe Dach am
ersten Pfeiler ins Auge: steil, ausgesetzt und vor allem ohne Vegetation
(wichtig ;)) führt diese Linie über die Dächer.
Die Non solo Pane wird durch die beiden Dächer quasi in 3 Teile geteilt:
Das erste Dach wird in technischer Kletterei, das zweite durch eine
ausgesetzte und aufregende Traverse überwunden.
Es folgt ausgezeichnete Sportkletterei, bei welcher griffige Schuppen und fein strukturierte Platten einander abwechseln.
Besonders blieb mir die geniale „Tropflöcher-Länge“ in Erinnerung, welche mich
aufgrund der extrem rauen Strukturen stark an Sardinien erinnerte.
Die Route ist von Anfang bis Ende ausreichend mit Normal- sowie Bohrhaken
eingerichtet. Vermutlich wurden die Bolts anlässlich der ersten
Freikletterversuche eingebohrt (vor allem im ersten Dach befinden sich in etwa 2-
3 Bolts).
Summa Summarum eine absolute Top-Tour, welcher wohl jeder Alpinist in Angriff
nehmen sollte 😉

Facts Non solo Pane:

  • UIAA: 7+ A1 (8+/10-)
  • Wandhöhe: 350m
  • Exposition:Ost
  • Material: 12 Expressen, kl. Stopperset, einige kl. mittl. Friends
  • Erstbegeher: E.Boldrin, G. Damian 1992
  • Ausgangspunkt: 2 Möglichkeiten:
    entweder Von Trento Richtung Arco,durch Sarche hindurch und beim Ortseingangschild von Pietramurata bei einem Autohandel rechts abbiegen, nach ca. 100 Meter noch vor dem Kieswerk beim Schild „Klettersteig Che Guevara“ parken.
  • Zustieg:
    Rechts des Steinbruches durch den Wald hinauf, einmal eine neue Forststrasse überquerend, auf die Wand zuhalten und auf kleiner werdendem Pfad bis auf die Schuttreiße. Auf dieser rechtshaltend auf den Pfeiler der Non solo Pane zu, eine Rinne links des bewaldeten Vorbaus queren und dann Steinmännern folgend steil den Vorbau hinauf. Am Wandfuß bis zum linken Ende des Vorbaus, hier E.
  • Abstieg:
    Vom Ausstieg rechtshaltend auf etwa gleichbleibender Höhe auf deutlicher werdenden Pfadspuren durch den Wald bis zu einer tiefen Erdspalte, mit gewagtem Sprung darüber hinweg und jenseits dem breiteren Waldweg folgen. Nach einigen 100 Metern rechts ab einem markierten Pfaddurch den Wald hinab folgen zu einer Lichtung mit Forsthaus. Die Lichtung überqueren und weiter dem markierten Pfad bis zur Straße folgen (ca. 1h ab Ausstieg). Nun am besten per Anhalter hinunter nach Sarche und weiter zum Auto in Pietramurata (zu Fuß sicher 2h oder länger….)
  • Absicherung: Die Stände sind meist mit Normalhaken oder Schlingen eingerichtet, bzw. können problemlos an Bäumen bezogen werden. Vor allem in den technischen Längen wurden vereinzelt Bohraken gesetzt (Stände durchgehend mittels BH eingerichtet).
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erstes Dach

 

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zweites Dach- Quergang 6+

 

 

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