PUMPRISSE am Fleischbankpfeiler

PUMPRISSE am Fleischbankpfeiler

„Anlässlich des 40-jährigen Jubiläums dieses Extremklassikers war es endlich soweit: Einstieg in die Pumprisse am Fleischbankpfeiler, welche  rechts neben den ebenfalls berüchtigten „Rebitschrissen“ verläuft.

Im Jahre 1977 wurde durch die beiden Deutschen, Helmut Kiene und Reinhard Karl, die erste Route im 7. Schwierigkeitsgrad eröffnet und somit Alpingeschichte geschrieben.
Nachdem  ich mir diese Route nach dem Durchstieg der „Rebitsch-Risse“ in den Kopf gesetzt hatte, kam der „40. Geburtstag“ der Pumprisse genau richtig:

Mit ausreichenden Cams, einer ordentlichen Portion Moral und Motivation Ende nie gings am 18.10. nach Kirchdorf/Tirol. Einstieg um 09:00 Uhr. Die ersten Seillängen verlaufen gemeinsam mit den „Rebitschrissen“. Nach der ersten Quergangs-Länge trennen sich die Pump- von den Rebitschrissen. Eine weitere Seillänge folgt im Quergang, woruafhin man sich direkt am Stand unterhalb der aufbauenden Rissreihe befindet.

„ganz sche zahnig“ – die erste Risslänge hats in sich: die Unterarme erleiden bereits einen dezenten Pump (wir wählten den Direkteinstieg, welcher sich relativ gut absichern ließ).
Bei der darauffolgenden 40-Meter-Risslänge schauts jedoch schon anders aus:
aufgrund der Breite dieser Rissverschenidung verläuft die mobile Absicherung eher sporadisch und verlangte mir  einiges an Moral ab.

Kurzes Durchschnaufen in der dritten und vierten SL: angenehme Risskletterei im  6.Schwierigkeitsgrad. Das Highlight bereitete mir die fünfte SL: die überhängende Rissverschneidung, welche zum, am Standplatz befindlichen, Wandbuch befindet.

(Abischerung ausschließlich mit 4er und 5er Cams). Da ich im Besitz von 2 5er Cams war, konnte ich auch diese SL gut absichern und mir auf diese Weise einen moralischen Aussetzer ersparen 😉
Die letzte SL führt anfangs über einen kleinen Überhang, welcher anschließend in einen steilen Riss übergeht. Dieser lässt sich anfangs mit 2 5er und einem 6er Cam relativ gut absichern. Die letzten 15 Meter dieser Länge führen im fünften Schwierigkeitsgrad zum Ausstieg (Cams: 1-3).
Endorphinausschüttung am finalen Standplatz garantiert (die maltretierten Hände rücken dabei in den Hintergund).

Facts Pumprisse am Fleischbankpfeiler:

  • UIAA: 8+ (7A1)
    [2 SL 7, 1 SL 7-, „Zustiegsquerung“ technisch A1 (8+ in freier Kletterei),Rest 6]
  • Wandhöhe: 295m
  • Exposition: O
  • Erstbegehung durch Helmut Kiene und Reinhard Karl, 2. Juni 1977
  • Charakter: sehr alpin
  • Ausrüstung: Cams 0,5-6, wobei 3-5 doppelt geführt werden sollten, evtl. Hammer und Haken
  • Ausgangspunkt: Von der Inntalautobahn (Abfahrt Wörgl-Ost oder Kufstein-Süd) nach St. Johann und dort Richtung Kössen bis zur Griesenau. Dort weiter auf Mautstraße bis zur Griesener Alm. Von Deutschland aus kann man auch in Oberaudorf abfahren und über Walchsee – Kössen – Griesenau anreisen.
  • Zustieg: Von der Griesener Alm in Richtung Stripsenjoch. vom „Wildanger“ – das ist ein Flachstück vor der letzten Steigung zur Hütte.
    1. Möglichkeit: vom „Wildanger“ – das ist ein Flachstück vor der letzten Steigung zur Hütte – zum Eggersteig, welcher auf das Ellmauer Tor führt.
    2. Möglichkeit: im Bachbett über Schuttfeld direkt über die Felsstufe zum Eggersteig aufsteigen. Dem Eggersteig folgt man bis unter den Fleischbankpfeiler, von wo man über Schrofen zum Einstieg aufsteigt.
  • Abstieg: Am besten über den Nordgrat (2, Stellen 3, kann zum Teil auch abgeseilt werden) in den Wildanger abklettern und am Eggersteig zurück in die Steinerne Rinne kurz unterhalb des Einstiegs – ca. 45 Minuten.
  • Literatur: http://www.panico.de/alpinkletterfuehrer-wilder-kaiser-488.html

 

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erste Seillänge im „Seilzugquergang“

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Beginn der Rissreihe

ff

enetüberhängende 6+ SL

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vorletzte SL: „überhängende Rissverschneidung“

i (2)

 

 

c
….spricht für sich! vorletzter Stand nach überhängenden Rissverschneidung

 

 

 

 

 

 

 

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Topo und Wandbild: Pumprisse am Fleischbankpfeiler

 

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